Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
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27.01.2013, 11:54
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Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
Als Benny`s Tank letzten Frühling nach der Montage unerklärliche Lackblasen aufwies, bot ich Ihm meine Hilfe an. Gesagt-getan, fand er nun den Weg zu mir und ist gut angekommen. Wir leisteten vollen Einsatz!
Benny beim einpacken und ich beim auspacken ![]() Nach der ersten Begutachtung erfolgte eine Lackschichtdickenmessung, wobei die Werte zwischen 78-90 Mikron ausfielen. Dies sind Originalwerte, finde jedoch, dass Kawasaki gerne eine Lackschicht mehr hätte spritzen dürfen. Andererseits je dünner die Lackschicht, desto grösser ist die Oberflächenspannung und somit resistenter gegen mechanische Einflüsse (Kohäsion/Adhäsion). Da nun Benny`s Tank definitiv eine Originallackierung hat, erfogte für mich die Blasenbildung durch Diffusion und Osmosebildung (Sauerstoff und Feuchtigkeit) in Verbindung mit der dünnen Lackschicht. So brauchte es bei der Montage nur noch etwas ausgeschüttetes "scharfes" Benzin, um eine chem.Reaktion unter dem Lack auszulösen. Kann passieren und niemandem ist ein Vorwurf zu machen, trotzdem dürfte man im Werk eine Lackschicht mehr applizieren. Der Tank ist 23 Jahre alt und Lacke sind nicht "wasserdicht", schönes Beispiel ist dieser Tank. Nun erfolgt im Betrieb noch eine Endoskopie vom innern und dann kann die Reparatur beginnen! Benny und ich entschieden, eine kleine Doku daraus zu machen...bis bald! |
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27.01.2013, 13:03
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion) | |||
27.01.2013, 17:53
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
Gutes gelingen
Eine Frage an Remo Wie lange muss der neu Lackierte Tank trocknen bevor man ihn wieder verschickt,ohne das ewentuell Abdrücke vom verpackungsmaterial gibt. Habe Beruflich auch mal gemacht. Heute gibt es andere Materialien Gruss Gunty |
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27.01.2013, 19:00
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
(27.01.2013 17:53)Gunty schrieb: Links sind für Gäste , nicht aktivierte Accounts sowie Nullposter unsichtbar. Bitte registriere Dich erst als Mitglied im Forum, aktiviere Deinen Account oder schreibe Deinen ersten Beitrag. Klick hier zum registrieren, oder hier um den den Aktivierungscode erneut zu erhalten.Wie lange muss der neu Lackierte Tank trocknen Hallo Gunty Die heutigen 2 Komponenten Klarlacke (Acryl) werden 1 Std./bei 60 Grad im Trocknungsofen "eingebrannt", danach kann man den Lack nach Abkühlung bereits wieder bearbeiten. Am besten lässt man solche Teile noch 1-2 Tage stehen bevor man sie wieder verpackt, um Abdrücke zu vermeiden. Gerade Kunstoffvlies neigt gerne noch zu einer Reaktion mit "frischem" Klarlack. Um dem vorzubeugen, kann man die Teile in Poliertücher hüllen...hat sich bewährt. Falls Du noch mit Alkydharzen gearbeitet hast... ![]() ![]() LG Remo |
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28.01.2013, 18:17
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
Hallo Remo
Ich bin seit 1980 raus aus dem Beruf kenne aber noch Acryl 2K . In Deutschland gehen die Materialien in Richtung Wasser mischbare Lacke u.Keramik würde damit wohl nicht mehr klarkommen. Gruss Gunty |
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31.01.2013, 05:43
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
Moderne Klarlacke haben eine Trocknungszeit von 30 minuten!
Würde ich das Teil ne Stunde in der Lackierkabine trocknen würde mir mein Chef in den Axch treten! Nur mal als info! 60Grad Tempetatur sollte ebenfalls nicht nennenswert überschritten werden wegen Kochergefahr ![]() Keramic-Klarlack ist mist! Polierarbeiten werden zum greul! |
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02.02.2013, 08:37
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
Sodele,
Nachdem ich seit Donnerstag nun auch noch im Besitz von Bennys Tankschlüssel bin ![]() ![]() ![]() ![]() Nun kann es ein Stockwerk höher gehen....in die Werstatt ![]() ![]() |
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02.02.2013, 13:27
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
![]() Ich bin auf das Ergebnis gespannt großer Meister ![]() ![]() Beste Grüße Benny |
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02.02.2013, 20:50
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
Eine netter Reisebericht.
Schön und informativ gemacht. Gruß Holger. |
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03.02.2013, 00:24
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
Bin ich blind? oder sehe ich da Rost im Tankinneren?
Arbeitsablauf ist nett beschrieben. Bin mal auf die Bilder aus der Lackierkabine gespannt. Mal gucken mit welchem Equipment andere Lacker lackieren? Devilbiss? SATA? oder Arnest Iwata? Der rest ist für mich nicht so informativ...da ich selbst aus der Lackbranche bin. Für nicht aus der Branche stammenden natürlich sehr lehrreich. Sprich man sieht auch mal was hinter den Kulissen abläuft und wie aufwendig eine perfekte Lackierung ist. Farbtonanalyse und wirklich passender Ton zum rest des Moppeds sind 2 paar Schuhe..sprich ein optischen unterschied sieht man eh sofort weil der Altlack zu sehr verwittert ist. Sprich um ein perfektes Erscheinungsbild zu erreichen muß man alle Teile neu lackieren. Möchte wie alle anderen hier natürlich weitere Bilder vom Fortschritt sehen. Meiner meinung nach sollte man den Rostbeginn im Tank nicht so vernachlässigen. ![]() mfg Ralf |
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03.02.2013, 01:17
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
Hallo Ralf
Freut mich, ein weiterer Berufsgenosse an Bord zu haben! Ist für dich bestimmt auch nichts spektakuläres, aber wenn ich mal Einblick in eine Bierbrauerei (glaub Benny`s Beruf) bekäme, wäre ich auch Feuer und Flamme.Schnell zum Equipment: 3 Sehon Kombi-Lackierkabinen im Schienensystem, Sata Spritzpistolen im Einsatz und im Hochbetrieb 80-110 Aufträge pro Woche mit 13 Carrosseriebauer und 18 Lackierer.Als Lackprodukt verwenden wir Sikkens. Ich bin aber immer noch begeistert von Standox (Herberts).Sola. Das im Tankinnern ist Messinglot was etwas "rostig" schimmert und sofern der Tank wieder mit Benzin gefüllt wird, hält dieses Innenleben noch weitere 20 Jahre. Farbton: Zum Glück werden Metallic Lacke wie hier, im 2 Schicht Verfahren lackiert. Somit ist der Farbton (Basislack) ansich nie verwittert, höchstens der schützende Klarlack. Somit stimmt mein Farbton mit 99,7 Prozent laut Spectrometer. Das erstellte Spritzmuster gab mir Bestätigung. Die abweichenden 0,03 Prozent konnte ich beim besten Willen nicht feststellen. ![]() ![]() ![]() Weiterer Beitrag folgt, sobald die Sandstrahlpistole nächste Woche aus der Revision zurück ist! ![]() LG Remo |
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06.02.2013, 09:18
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
So,
nach dem ersten "groben" entrosten mit einer Schleifscheibe von Scotch, kam noch die Sandstrahlpistole zum Einsatz. Der Vorteil der Scotchscheibe ist ihre Beschaffenheit, die mit einem Korundvlies besetzt ist und Materialschonend zur Entlackung und Entrostung verwendet werden kann.Um jeodch eine Porentiefe Entrostung zu gewährleisten, kommt man ums Strahlen nicht herum. Wichtig ist, dass gestrahlte Flächen nicht mehr mit blossen Händen in Berührung kommen (Schweiss, -ergo Salzrückstände) und ziemlich bald grundiert werden. Somit kam eine 2 Komponenten Epoxi Grundierung zum Einsatz, die ich an schwierig zu erreichenden Stellen sogar mit dem Pinsel auftrug.Jetzt kann ich mich dem Aussenblech widmen, da der Innenring schon mal "isoliert" ist. Eine beruhigende Tatsache! ![]() Die Tankdeckel Dichtung ist für die Kondensbildung natürlich auch bestens geeignet.Auf diese Dichtung/ Innenring kommt bei mir zum Schluss noch etwas Hohlraumkonservierung! |
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06.02.2013, 13:05
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Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
Toller Bericht ! Respekt ..
Meine ehemalige zzr wird für die weiteren 20 Jahre fit gemacht .. ![]() Grüssle Jürgen |
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06.02.2013, 13:36
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
Ausgezeichnet!!
Ich lerne gerade mit Freuden wieder so einiges. Toll, wenn hier im Forum auch sowas gepostet wird. fr |
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06.02.2013, 14:37
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RE: Benny`s Tank auf Reisen (Korrosion)
Besten Dank für all Eure Beiträge!
![]() Remo |
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